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	<title>Gender Debate &#187; Frauenquote</title>
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	<description>Discuss causes and consequences of gender inequalities worldwide!</description>
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		<title> &#187; Frauenquote</title>
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		<title>Equal Pay Day 2013: Warum verdienen Frauen immer noch weniger als Männer?</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Mar 2013 10:48:42 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Am 21. März, dem Equal Pay Day, protestieren Frauen weltweit gegen die Lohnlücke. Der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen ist nach wie vor enorm in Deutschland. Warum ändert sich so wenig? Bis zum 21. März – und damit 80 Tage &#8230; <a href="/2013/03/21/equal-pay-day-2013-warum-verdienen-frauen-immer-noch-weniger-als-manner/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=genderdebate.com&#038;blog=17457232&#038;post=830&#038;subd=genderdebate&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><b>Am 21. März, dem Equal Pay Day, protestieren Frauen weltweit gegen die Lohnlücke. <strong>Der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen ist nach wie vor enorm in Deutschland. Warum ändert sich so wenig?</strong><strong></strong></b></p>
<p>Bis zum 21. März – und damit 80 Tage länger – hätten  Frauen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssen, um auf das durchschnittliche Jahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen. Am sogenannten „Equal Pay Day“, dem Tag der Lohngleichheit von Männern und Frauen, wollen Frauenverbände und Gewerkschaften in ganz Deutschland gegen den Unterschied bei der Bezahlung demonstrieren.</p>
<p><a href="http://genderdebate.files.wordpress.com/2013/03/2-format15.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-831" alt="2-format15" src="http://genderdebate.files.wordpress.com/2013/03/2-format15.jpg?w=640"   /></a></p>
<p>Denn während die Politik Kitaplätze verspricht, Firmen mit flexiblen Arbeitsmodellen werben und Frauen nach und nach in Vorstände einziehen, tut sich bei den Gehältern nichts. Das belegen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes, das seit 2006 die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen erhebt.</p>
<p>2012 lag der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen bei 15,21 Euro, während Männer im Schnitt 19,60 Euro erhielten. Das ist eine Differenz von 22 Prozent und obendrein noch die gleiche wie schon 2011 und 2010. Wie wenig sich in den vergangenen Jahren verändert hat, zeigt auch der Blick auf die erste Berechnung 2006 – damals lag die Lohndifferenz bei 23 Prozent. Im Westen ist der Unterschied unverändert hoch (24 Prozent), im Osten deutlich niedriger, aber leicht ansteigend (acht Prozent).</p>
<p>Doch warum tut sich nichts bei der Bezahlung von Frauen? Ein Grund ist die Qualifikation. „Betrachtet man den gesamten Arbeitsmarkt, sind Männer im Schnitt noch immer höher qualifiziert als Frauen“, sagt Hermann Gartner, Experte am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Bei den jungen Menschen, die heute die Universitäten verlassen, sei das genau andersherum. „Die Frauen holen derzeit auf, aber eine solche Entwicklung dauert.“</p>
<p><a href="http://genderdebate.files.wordpress.com/2013/03/gender-pay-gap-statistics.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-832" alt="gender-pay-gap-statistics" src="http://genderdebate.files.wordpress.com/2013/03/gender-pay-gap-statistics.png?w=640"   /></a></p>
<pre>                    Source: Eurostat 2010 (except for Greece: 2008)</pre>
<p>Hinzu komme der stark gewachsene Niedriglohnsektor. „In Minijobs und anderen gering bezahlten Arbeitsverhältnissen arbeiten überwiegend Frauen“, sagt Gartner. Hier aber seien in den vergangenen Jahren die Löhne nicht gestiegen. Im Gegenzug hätten die Gehälter der Besserverdienenden zugelegt. „Gerade die Vergütungen von Managern oder gefragten Fachkräften wie Ingenieuren sind überproportional gestiegen, und in diesen Positionen arbeiten in erster Line Männer“, sagt Gartner. Zudem nehmen mehr Frauen (7,7 Millionen) Lohnabschläge durch Teilzeit hin als Männer (1,8 Millionen). Blickt man nicht auf den gesamten Arbeitsmarkt, sondern nur auf Männer und Frauen mit vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit, bleibt ein Lohnunterschied von sieben Prozent.  Das Statistische Bundesamt erhebt diese Zahl alle vier Jahre, zuletzt 2010. Das IAB, das die Berufe breiter definiert, kommt dagegen auf zwölf Prozent. „Vergleicht man eine Sachbearbeiterin mit dem männlichen Kollegen, ergibt sich ein Gehaltsunterschied zum Beispiel aus einer Unterbrechung der Arbeit für die Kindererziehung oder die Pflege von Angehörigen“, sagt Gartner. Das ist auch ein Grund, warum der Verdienstabstand mit dem Alter steigt, von zwei Prozent beim Berufseinstieg auf 24 Prozent bei den 35- bis 44-Jährigen. Auch würden Männer häufiger mit Sonderaufgaben betreut, die Zulagen einbrächten. Sogar im öffentlichen Dienst mit seiner transparenten Tarifstruktur bleibt eine Lohndifferenz von acht Prozent zwischen Männern und Frauen, teilte der Beamtenbund (dbb) mit. Der Frauenanteil liegt bei 53 Prozent.</p>
<p>Eine Prognose, wann die Lücke sich verkleinern könnte, kann das IAB nicht abgeben. „Mittelfristig dürften die vielen gut qualifizierten Frauen den Unterschied verringern“, sagt Gartner. Damit sich signifikant etwas ändere, seien aber große Anstrengungen seitens der Politik und der Firmen nötig. „Wir brauchen eine bessere Kinderbetreuung, damit Eltern arbeiten können, und eine Reform des Ehegattensplittings, weil es den Einverdienerhaushalt fördert.“ Auch eine Quote könne helfen, damit Frauen mehr Rollenvorbilder in Führungspositionen haben.</p>
<p><strong>Deutschland steht bei den geschlechtsspezifischen Lohnunterschieden im europäischen Vergleich mit dem drittletzten Platz sehr schlecht da. Was machen andere europäische Länder besser?</strong></p>
<p>Hermann Gartner: <strong></strong>Ein großer Teil des Unterschieds erklärt sich durch Erwerbsunterbrechung zur Familiengründung. In Frankreich und den skandinavischen Ländern gibt es etwa eine ganz andere Kultur, ein anderes Rollenverständnis. Das belegt auch folgender Vergleich: In Deutschland gibt es mehr Erwachsene als in Frankreich und in Frankreich gibt es trotzdem mehr Kinder als in Deutschland. Dennoch ist in Frankreich die Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt während der Elternphase höher als in Deutschland – und sie arbeiten häufiger Vollzeit. Dort gelingt es, Familie und Erwerbstätigkeit unter einen Hut zu bekommen. In Deutschland müssen sich die Frauen meistens zwischen einem von beidem entscheiden und sich auch noch dafür rechtfertigen.</p>
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<p>Quellen:</p>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/equal-pay-day-maenner-und-frauen-der-grosse-unterschied/7954736.html" target="_blank">Tagesspiegel</a></p>
<p><a href="http://web.de/magazine/beruf/karriere/17255264-equal-pay-day-frauen-verdienen-deutlich.html" target="_blank">web.de</a></p>
<p>Digging deeper:</p>
<p><a href="http:/https://genderdebate.com/2011/04/29/reducing-the-gender-wage-gap-in-europe-%E2%80%93-how-to-tackle-the-task/" target="_blank">International comparison of the gender wage gap in Europe</a></p><br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/genderdebate.wordpress.com/830/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/genderdebate.wordpress.com/830/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=genderdebate.com&#038;blog=17457232&#038;post=830&#038;subd=genderdebate&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Betreuungsgeld – Rolle rückwärts für Deutschland</title>
		<link>https://genderdebate.com/2012/04/25/betreuungsgeld-rolle-ruckwarts-fur-deutschland/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 15:38:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[genderdebate]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[German & French articles]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Luci]]></category>
		<category><![CDATA[Betreuungsgeld]]></category>
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		<category><![CDATA[Kinderbetreuung]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinbarkeit von Familie und Beruf]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass es deutschen Frauen kaum gelingt, Familie und Beruf zufriedenstellend zu vereinbaren, legt ein Blick aufs europäische Ausland nahe. Anders als in Deutschland arbeiten beispielsweise in Frankreich viele Mütter ganztags. Zeitgleich ist dort die Geburtenrate wesentlich höher als in Deutschland. &#8230; <a href="/2012/04/25/betreuungsgeld-rolle-ruckwarts-fur-deutschland/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=genderdebate.com&#038;blog=17457232&#038;post=602&#038;subd=genderdebate&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dass es deutschen Frauen kaum gelingt, Familie und Beruf zufriedenstellend zu vereinbaren, legt ein Blick aufs europäische Ausland nahe. Anders als in Deutschland arbeiten beispielsweise in Frankreich viele Mütter ganztags. Zeitgleich ist dort die Geburtenrate wesentlich höher als in Deutschland.</p>
<p>Natürlich fehlt es in Deutschland allerorts an Kinderbetreuungs &#8211; Einrichtungen und Ganztagsschulen. Aber es ist nicht allein das fehlende Kinderbetreuungsangebot, das den Ausschlag für das deutsche Vereinbarkeitsproblem gibt. Anders als in Frankreichoder ist in Deutschland die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf immer noch keine Querschnittsaufgabe, die sich durch alle Politikbereiche inklusive der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik zieht.</p>
<pre><a href="http://genderdebate.files.wordpress.com/2012/04/bg.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-608" title="bg" src="http://genderdebate.files.wordpress.com/2012/04/bg.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>                  Bildquelle: www.dieterhanitzsch.de</pre>
<p>Dieses Manko in Deutschland wird auf internationaler Ebene kritisiert.  So bemängelt beispielsweise die EU-Kommission seit Jahren, dass Deutschland für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht genug tut.  In Deutschland steht die Vereinbarkeitsförderung zwar auf der politischen Agenda, aber es gibt kein kohärentes Konzept zur Umsetzung. Vor allem fehlt es an Plänen zur beruflichen Förderung von Frauen mit Kindern. Nicht dienlich ist es dabei,  dass Deutschland beispielsweise bei der geschlechtlichen Gleichstellung in der Privatwirtschaft immer noch auf Versprechungen der Wirtschaft setzt, anstatt sich wie Frankreich zu einer gesetzlich festgelegten Frauenquote in den Führungsgremien großer Unternehmen durchzuringen.</p>
<p>Deutschland hat zwar für die nächsten Jahren einen Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen versprochen. Die aktuelle Reformdiskussion in Deutschland ist jedoch erschreckend rückwärtsgewandt. Das von einigen PolitikerInnen eingeforderte „Betreuungsgeld“ soll Eltern, die ihre Kinder von ein bis drei Jahren NICHT in Tageseinrichtungen betreuen lassen, eine monatliche Zahlung gewähren. So soll das Betreuungsgeld einen Ausgleich dafür schaffen, dass erwerbstätige Eltern vom Elterngeld und von den geplanten Investitionen in Kinderbetreuungseinrichtungen profitieren. Damit wird jedoch gerade für gering qualifizierte Mütter der Anreiz gestärkt, dem Arbeitsmarkt fernzubleiben<strong>. Leider bleibt in Deutschland oft  unbemerkt, dass die Förderung der Arbeitsmarktbeteiligung von Frauen das beste Mittel gegen Kinderarmut ist. Und gerade Kinder aus prekären Verhältnissen würden vom Besuch öffentlicher Kinderbetreuungseinrichtungen besonders profitieren.</strong></p>
<p>Die Betreuungsgeld- Diskussion verdeutlicht einmal mehr, dass Deutschland es nicht wagt, dem Ausbau von Betreuungsangeboten eindeutig Priorität einzuräumen. So betreibt Deutschland gegenwärtig eine Rückkehr von einer Frauenpolitik zu einer reinen Familienpolitik, in der Gleichstellungsaspekte eindeutig zu kurz kommen.</p>
<p>Quelle: Angela Luci</p>
<p>Zum weiterlesen:</p>
<p><a href="http://genderdebate.files.wordpress.com/2012/04/al_fes4.pdf">Frauen auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland und Frankreich. Warum es Französinnen besser gelingt, Familie und Beruf zu vereinbaren.</a></p><br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/genderdebate.wordpress.com/602/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/genderdebate.wordpress.com/602/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=genderdebate.com&#038;blog=17457232&#038;post=602&#038;subd=genderdebate&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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